Was ist Öppi-Rudern?
Rudi Grabowski
Öppi-Rudern ist nicht besonders anstrengend, weil es nur 2x im Jahr stattfindet und zwar an "Muttertag" und am "Tag der Deutschen Einheit". Diese beiden Tage kann man sich leicht merken. Den "Muttertag", weil die meisten der Öppi-Ruderer schon Vollwaisen sind und den "Tag der Deutschen Einheit", weil wir dann in unseren alten Booten vereint gen Osten rudern (Hebewerk und retour) und uns abends, nach dem Öppi-Rudern, glückseelig und wiedervereint in den Armen liegen.

Die Fotos zeigen Jo Bussmann, einen unserer Öppi-Ruderer, a) in jungen Jahren und b) nach Jahrzehnten mit einem Bild des Namensgebers unseres Öppi-Ruderns, Walter „Öppi" Goermer. Hier erstaunt die physiologische Ähnlichlichkeit (Inkarnation?) zwischen den beiden. Auf psychischer Ebene allerdings, z. B. was den Altersstarrsinn der beiden betrifft, gibt es doch gewisse Unterschiede.
Als mein alter Freund Hans-Martin Polus mich bei einem Besuch in meinem jetzigen Wohnort im Westerwald u. a. fragte: „ Hömma, Rudi! Hasse eintlich keine Lust vor dein Abgang noch ma nach Henrichenburch am Klupp zu komm, um zu rudern?", ließ ich mich darauf ein und wir entwickelten „Das Öppi-Projekt", um noch weitere Rudererinnen und Ruderer aus „alten, seligen Öppi-Zeiten" einzuladen, die sich aus den verschiedensten Gründen vom Club entfernt hatten.
Übrigens ist Öppi-Rudern keine männliche Sportart. Inzwischen haben auch schon ein paar (noch sehr knackige) Ömmis den Weg auf die Rollsitze zurückgefunden.
Also: Öppi-Rudern soll „Ehemalige" ansprechen, die sich geografisch oder wie auch immer vom Club entfernt haben und noch mal Lust verspüren, diesen eigenartigen Reiz des Ruderns und seiner schönen Begleiterscheinungen zumindest 2x im Jahr zu genießen.
