Wenn das Herz still steht, geht es um Leben und Tod. Hilfe muss her, und zwar schnell.

Autoren: Günter Scheuermann und Hans-Otto Horstmann
Fotos: diverse Quellen

Standort des DefibrillatorsAuf Initiative von Günter Scheuermann und einigen anderen fürsorgliche Vereinsmitgliedern hat unser Verein eine Maßnahme für den hoffentlich nie eintretenden Notfall getroffen.
Seit einigen Tagen besitzt unser Club einen sog. Defibrillator - wir dürfen auch Defi sagen, weil die richtige Bezeichnung in einem Notfall vielleicht nicht unfallfrei über die Schneidezähne läuft.
Der alarmgesicherte Defibrillator hängt an der Wand des Überganges vom Clubhaus zur Tennishalle - wenn man vom Clubhaus durch die Tür des Überganges geht, direkt rechts an der Wand. In den Öffnungszeiten des Clubhauses von 08:00 Uhr bis 22:00 Uhr ist dieser schnell zu erreichen.
Spontan haben sich 14 Vereinsmitglieder für eine Schulung durch den Verkäufer dieses Gerätes getroffen. Vorab: alle waren erstaunt, wie einfach sich der Lebensretter bedienen lässt.
Weitere Mitglieder werden in der nächsten Zeit zu einer erneuten Schulung eingeladen.
Dieses kleine Gerät kann Leben retten.

Hier ist eine kleine Anleitung, wie man den Defi einsetzt.

Das Gerät leitet den Anwender durch ruhige Sprachanweisungen durch die gesamte Wiederbelebung, der Defibrillator sagt was zu tun ist, sogar die richtige Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung erklärt der Defibrillator, erklärte Selcuk Cankaya Geschäftsführer der Firma Lukas-Medical www.lukas-medical.de .
Mit Defibrillatoren wird das lebensgefährliche Kammerflimmern des Herzens unterbrochen, das bei etwa 90 Prozent aller Menschen mit plötzlichem Herz-Kreislauf-Stillstand auftritt. Ursache ist oft ein Herzinfarkt. Nur ein gezielt ausgelöster Elektroschock kann den gestörten Herzrhythmus wieder in Takt und das Herz somit zum Schlagen bringen. Wird ein Opfer innerhalb der ersten Minute mit einem Elektroschock behandelt, besteht eine Überlebenschance von über 90 Prozent. Danach sinkt die Wahrscheinlichkeit um etwa 10 Prozent pro Minute. Nach spätestens fünf Minuten treten die ersten irreparablen Hirnschäden ein. Nach acht bis zehn Minuten ohne Reanimation ist der Patient in der Regel tot.
Viele sind heute noch der Meinung, dass der Rettungs- und Notarztdienst, besonders in Großstädten, schnell genug kommt und in wenigen Minuten beim Notfallpatienten ist. Dabei wird vergessen, dass die Hilfsfrist des Rettungsdienstes meist erst drei bis fünf Minuten nach einem Notfall beginnt. Deshalb kann bei einem plötzlichen Herzversagen der telefonisch gerufene Notarzt in der Regel, auch unter günstigsten Voraussetzungen, nicht rechtzeitig beim Patienten sein. Wenn Passanten, Fahrgäste, Freunde, Angehörige, Kollegen nicht sofort helfen können, endet das plötzliche Herzversagen meist tödlich!

Also in einem Notfall:

  1. Nicht lange fackeln, Eile ist geboten
  2. Notarzt möglichst durch einen Dritten alarmieren lassen (112 anrufen)
  3. Defi schnellstens zum „Patienten" holen
  4. Der Defi hängt in einem alarmgesicherten Kasten im Übergang vom Clubhaus zu Tennishalle und gibt einen lauten Alarmton bei Herausnahme ab(piepsen lassen!!). Der Alarmton macht wunschgemäß u.a. weitere Helfer aufmerksam.
  5. Beim „Patienten" den Defi öffnen und den Sprachanweisungen folgen

13.04.2010 15:58 Uhr  
 
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